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Marktschellenberg
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Marktschellenberg ist ein Markt des Landkreises Berchtesgadener Land im Ă€ußersten SĂŒdosten des bayerischen Regierungsbezirks Oberbayern. Kreisstadt und nĂ€chste grĂ¶ĂŸere Stadt ist Bad Reichenhall, die nĂ€chste Großstadt innerhalb Deutschlands ist MĂŒnchen.

Contents

‱ Geografie
‱ Geschichte
‱ Religion
‱ Politik
‱ Gemeinderat
‱ Wahlkreise
‱ Wappen
‱ Tourismus
‱ Verkehr
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Geografie

Geografische Lage

Marktschellenberg ist Teil der hochalpinen Region Berchtesgadener Land im SĂŒden des Landkreises Berchtesgadener Land. Gemeinsam mit den benachbarten Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee liegt Marktschellenberg innerhalb der geomorphologischen Einheit Berchtesgadener Talkesselcite-ref-2[2] und ist nahezu völlig von den Berchtesgadener Alpen umgeben, deren Gebirgsstöcke sich wiederum im Osten, SĂŒden und SĂŒdwesten ins österreichische Bundesland Salzburg erstrecken. Im Westen der Untersberg sowie im Osten der Hohe Götschen und die Barmsteine, zieht sich durch Marktschellenberg bis zur deutsch-österreichischen Grenze der letzte Flussabschnitt der bis dahin so bezeichneten Berchtesgadener Ache.

Nachbargemeinden

Auf deutscher Seite gehören die sĂŒdlich gelegene Nachbargemeinde Berchtesgaden und das nördlich gelegene gemeindefreie Gebiet Schellenberger Forst wie Marktschellenberg selbst zum Landkreis Berchtesgadener Land. Östlich von Marktschellenberg befinden sich drei deutsch-österreichische GrenzĂŒbergĂ€nge in Richtung Salzburg und die direkt hinter der Staats- und Gemeindegrenze im salzburgischen Tennengau gelegenen österreichischen Ortschaften Bad DĂŒrrnberg (Gemeinde Hallein), Grödig (via Hangendensteinpass) und Hallein (via Zillwirt).

Gemeindeteile

1911 erfolgten zwei Umbenennungen: Aus Schellenberg Markt wurde Marktschellenberg; aus Schellenberg Land wurde Landschellenberg. Am 1. MĂ€rz 1911 wurde Ettenberg in die Gemeinde Landschellenberg eingemeindet. Am 1. Oktober 1969 wurden Marktschellenberg, Landschellenberg und Scheffau zur neuen Gemeinde „Marktschellenberg“ zusammengeschlossen.cite-ref-3[3] Die einstigen Gemeinden bilden Gemarkungen, deren Gemeindeteile wiederum auch als Gnotschaften bezeichnet werden. Einzige Ausnahme bildet hierbei Scheffau als einstiger Hauptort der ehemals gleichnamigen Gemeinde.

| Gemarkungen | Gemeindeteile | Art | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Marktschellenberg | Marktschellenberg | Hauptort | der neuen Gemeinde mit „BĂŒrgerhĂ€usern“ vormals Sitz der „ Hallinger “ der FĂŒrstpropstei Berchtesgaden |
| Landschellenberg | Ettenberg ( Hinter - und Vorderettenberg ) | Gnotschaft | EigenstÀndige Gemeinde bis 1969 |
| Landschellenberg | Götschen | Gnotschaft | EigenstÀndige Gemeinde bis 1969 |
| Landschellenberg | Schaden | Gnotschaft | EigenstÀndige Gemeinde bis 1969 |
| Landschellenberg | Schneefelden | Gnotschaft | EigenstÀndige Gemeinde bis 1969 |
| Landschellenberg | Unterstein | Gnotschaft | EigenstÀndige Gemeinde bis 1969 |
| Scheffau | Mehlweg | zu Neusieden | EigenstÀndige Gemeinde bis 1969 |
| Scheffau | Neusieden | Gnotschaft | EigenstÀndige Gemeinde bis 1969 |
| Scheffau | Oberstein | Gnotschaft | EigenstÀndige Gemeinde bis 1969 |
| Scheffau | Scheffau | ehem. Hauptort | EigenstÀndige Gemeinde bis 1969 |

Geschichte

Zweiter Hauptort von Klosterstift und FĂŒrstpropstei

Marktschellenberg war nach Berchtesgaden (GrĂŒndungsort und Sitz des Klosterstifts) der zweite Hauptort des Berchtesgadener Landes. Die GebietsflĂ€che des Berchtesgadener Landes entsprach ab 1155 dem Kernland des Klosterstifts Berchtesgaden, das 1380 zur ReichsprĂ€latur Berchtesgaden und 1559 zur reichsunmittelbaren FĂŒrstpropstei Berchtesgaden erhoben worden war. 1191 erstmals erwĂ€hnt,cite-ref-4[4] wird der Ort „schellenberch“ 1211 zum ersten Mal schriftlich bezeugt.cite-ref-5[5]

Neben Berchtesgaden wurde auch Schellenberg zum Standort einer Saline, die bis 1805 in Betrieb war. Nachdem 1292 in Schellenberg ein erst von Laien beziehungsweise einem „Hallinger“ (salinarius) geleitetes Salzamt eingerichtet wurde, erhielt der Ort bald Marktrechte, wenn auch vermutlich nur sehr eingeschrĂ€nkt. Ein erster fĂŒrstlich benannter Marktrichter, dem nur die „Niedergerichtsbarkeit“ zustand, ist erst fĂŒr 1334 nachweisbar und hat dann meist auch das Amt des Hallingers mitverwaltet. Die ersten „Hallinger“ waren noch Laien, im ausgehenden Mittelalter jedoch hatte sich dieses Salzamt als wichtigster Verwaltungsposten des Kloster- bzw. Kollegiatstifts etabliert und wurde aus den Reihen ihrer Augustiner-Chorherren besetzt.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]
→ Siehe zu diesem Absatz auch den Abschnitt: Geschichte in FĂŒrstpropstei Berchtesgaden

Im 16. Jahrhundert haben Einheimische Salz- und HolzhĂ€ndler reformatorische Gedanken und Schriften verbreitet, die sie auf ihren Reisen in die protestantischen StĂ€dte Augsburg, NĂŒrnberg und Regensburg erlangten. Eine bedeutende Keimzelle des Protestantismus bildete aber vor allem das im Salzburgischen benachbarte DĂŒrrnberg.cite-ref-spiegelschmidt-8-0[8] Hier trafen Bergleute des Berchtesgadener Landes aus den Gnotschaften Au und Scheffau (heute eine Gemarkung von Marktschellenberg) auf eingewanderte Bergknappen aus dem lutherischen Sachsen und waren sehr offen fĂŒr deren religiöse Unterweisung und Angebote zur Erbauung.cite-ref-feulnerprotestanten168-9-0[9] WĂ€hrend im Bistum Salzburg bereits zu Beginn der Reformationszeit unter dem Erzbischof MatthĂ€us Lang (1468–1540) die Verfolgungen eingesetzt hatten, waren der FĂŒrstpropstei diese Entwicklungen auf ihrem Herrschaftsgebiet offenbar lĂ€ngere Zeit entgangen.cite-ref-feulnerprotestanten168-9-1[9] Aber auch die 1572 durch Propst Jakob PĂŒtrich veranlasste erste Vertreibung von Protestanten am DĂŒrrnberg wie auch die „Visitationen“, denen des Öfteren Geldstrafen auf den Besitz lutherischer Schriften folgten, vermochte die Ausbreitung der neuen Lehre nicht mehr aufzuhalten. Schellenberg zĂ€hlte neben den Gnotschaften Au, Gern und Scheffau zu den ersten Orten im Berchtesgadener Land, in der sie ihre AnhĂ€nger fand.cite-ref-spiegelschmidt-8-1[8]cite-ref-sternfeld131-10-0[10] Doch am 22. April 1733 kam es in der FĂŒrstpropstei Berchtesgaden zur Vertreibung der Protestanten. Es hatten sich gleich 800 Auer, Scheffauer und „Gerer“cite-ref-11[11] ĂŒber Hallein per Schiff nach Regensburg aufzumachen und von dort zu Fuß in die StĂ€dte und Gemeinden Kurhannovers zu gehen.cite-ref-sternfeld68-12-0[12]

SĂ€kularisation, Anschluss an Bayern

Nach der SĂ€kularisation von 1803 verlor das Berchtesgadener Land seine politische EigenstĂ€ndigkeit als FĂŒrstpropstei, darauf folgten kurz hintereinander drei Herrschaftswechsel. 1810 wurde das Berchtesgadener Land schließlich dem Königreich Bayern angegliedertcite-ref-sternfeld121-13-0[13] und aus dem Hauptort Schellenberg und den Gnotschaften Ettenberg und Scheffau gingen die Gemeinden Schellenberg Markt, Schellenberg Land, Ettenberg und Scheffau hervor. Die Gnotschaftsbezirke der genannten ehemaligen Gnotschaften werden auch noch nach ihrer Zusammenlegung in die Gemeinde Marktschellenberg bis zum heutigen Tag als „Gnotschaften“ bezeichnet.
→ Siehe zu diesem Absatz auch den Abschnitt: Nach der SĂ€kularisation in FĂŒrstpropstei Berchtesgaden

Mit der Einbindung in das Königreich Bayern unter der direkten ZustĂ€ndigkeit des Landgerichts Berchtesgaden waren 1810 auch diese Gemeinden des Berchtesgadener Landes nunmehr dem Salzachkreis zugeordnet und ab 1817 Teil des neu geschaffenen Isarkreises, der seit 1838 Oberbayern heißt. Im Jahr 1868 erfolgte eine Unterteilung des Regierungsbezirks Oberbayern und die Eingliederung der noch getrennten Schellenberger Gemeinden in das Bezirksamt Berchtesgaden.

Das Ende der Salzförderung und die Außerbetriebstellung der Saline 1805 bedeutete fĂŒr die Schellenberger Gemeinden einen wirtschaftlichen Einschnitt, der erst mit dem Aufkommen des Tourismus ĂŒberwunden werden konnte. 1898 wurde in Schellenberg ein Turnverein gegrĂŒndet.cite-ref-ahelm-14-0[14]

1911 erfolgte die Umbenennung zweier Gemeinden: Aus Schellenberg Markt wurde Marktschellenberg; aus Schellenberg Land wurde Landschellenberg. Am 1. MĂ€rz des gleichen Jahres wurde Ettenberg in die Gemeinde Landschellenberg eingemeindet.

Zeit des Nationalsozialismus

Das fĂŒr den Ort zustĂ€ndige Bezirksamt Berchtesgaden wurde 1939 in Landkreis Berchtesgaden mit gleichem ZustĂ€ndigkeitsbereich umbenannt.

Nachkriegszeit

Am 1. Oktober 1969 wurden Marktschellenberg, Landschellenberg und Scheffau zur neuen Gemeinde Marktschellenberg zusammengeschlossen.

Am 1. November 2015 wurde der Pfarrverband Stiftsland Berchtesgaden begrĂŒndet, dem sich neben den Pfarreien St. Andreas Berchtesgaden und Hl. Familie Au auch die Pfarrei St. Nikolaus Marktschellenberg angeschlossen hatte,cite-ref-15[15] und der am 1. Juni 2019cite-ref-16[16] um den Pfarrverband Bischofswiesen erweitert wurde.cite-ref-17[17]

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 1726 auf 1776 um 50 Einwohner bzw. um 2,9 %.

Geografisch-soziokulturelle Zuordnungen

Marktschellenberg liegt innerhalb der von der Gebirgsgruppe der Berchtesgadener Alpen umschlossenen Region Berchtesgadener Land. Ab 1155 nahezu deckungsgleich mit dem Kernland des Klosterstifts Berchtesgaden, das ĂŒber die Jahrhunderte zu immer grĂ¶ĂŸerer EigenstĂ€ndigkeit gelangte und zuletzt von 1559 bis 1803 zur reichsunmittelbaren FĂŒrstpropstei Berchtesgaden erhoben worden war, grenzt sich diese Region noch heute kulturgeschichtlich und soziokulturell unter anderem vom benachbarten Chiemgau und innerhalb des gleichnamigen Landkreises Berchtesgadener Land vom vormals herzoglich bayerischen Bad Reichenhall und vom einst zum Erzstift Salzburg gehörenden Rupertiwinkel ab.cite-ref-bgltourismus1-18-0[18]cite-ref-kampfhammer-19-0[19]cite-ref-20[20] Somit gingen und gehen fĂŒr Marktschellenberg zustĂ€ndige GemeindeverbĂ€nde und Gebietskörperschaften wie der vormalige Landkreis Berchtesgaden und der jetzige Landkreis Berchtesgadener Land der FlĂ€che wie auch den zugehörigen Gemeinden nach weit ĂŒber die soziokulturelle Begriffseinheit „Berchtesgadener Land“ hinaus.cite-ref-21[21]

Bezogen auf die Region Berchtesgadener Land sind u. a. auch die Schellenberger WeihnachtsschĂŒtzenvereine Mitglieder der 1925 gegrĂŒndeten Vereinigten WeihnachtsschĂŒtzen des Berchtesgadener Landes.cite-ref-22[22]

Religion

Laut dem letzten Zensus von 2011 waren in Marktschellenberg von seinerzeit insgesamt 1730 Einwohnern 1314 römisch-katholisch (ein RĂŒckgang von 13,2 % zu 1987) und 144 evangelisch (ein RĂŒckgang von 2,0 % zu 1987), die Religionszugehörigkeit der restlichen 272 Einwohner wurde nicht aufgeschlĂŒsselt. Bislang wird in den Statistiken der VolkszĂ€hlungen neben „römisch-katholisch“ und „evangelisch-lutherisch“ lediglich noch die Zahl der „AuslĂ€nder“ angegeben – hier mit 161 (ein Zuwachs um 101,3 % zu 1987) von den nicht konkret aufgeschlĂŒsselten 272 Einwohnern.cite-ref-23[23] (→ siehe zu den diesbezĂŒglich gemachten Angaben im Zensus 2011 u. a. auch die sie einschrĂ€nkenden bzw. kritisierenden Abschnitte: Haushaltebefragung, Fragen zur Religion und Wissenschaftliche Kontrolle.)

Zur römisch-katholischen Pfarrgemeinde gehören neben der Pfarrkirche St. Nikolaus und der Wallfahrtskirche MariĂ€ Heimsuchung (Ettenberg) als Filialkirche auch die Pfarrkirche Zur Heiligen Familie sowie die Franziskuskirche als Teil der Pfarrei Heilige Familie im Berchtesgadener Gemeindeteil Au zum Pfarrverband Marktschellenberg in Marktschellenberg.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25] Am 1. November 2015 wurde der Pfarrverband Stiftsland Berchtesgaden begrĂŒndet, zu dem sich die drei Pfarreien St. Andreas Berchtesgaden, Hl. Familie Au und St. Nikolaus Marktschellenberg zusammenschlossen,cite-ref-26[26] und der am 1. Juni 2019cite-ref-27[27] um den Pfarrverband Bischofswiesen erweitert wurde.cite-ref-28[28]

In Marktschellenberg gibt es weder eine evangelische Kirchengemeinde noch ein von evangelischen Christen genutztes KirchengebÀude. Die nÀchstgelegene evangelische Kirche ist die Christuskirche als Hauptkirche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Berchtesgaden.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat setzt sich fĂŒr die Sitzungsperiode 2020–2026 wie folgt zusammen:cite-ref-wahlerg-29-0[29]

| Partei/Liste | 2020 [ 30 ] | 2020 [ 30 ] | 2014 [ 31 ] | 2014 [ 31 ] |
|---|---|---|---|---|
| Partei/Liste | % | Sitze | % | Sitze |
| BĂŒrgerliste | 34,0 | 4 | – | – |
| CSU | 21,1 | 3 | 29,0 | 3 |
| FWG Marktschellenberg | 17,6 | 2 | 32,4 | 4 |
| LWG | 13,5 | 2 | 21,7 | 3 |
| GRÜNE | 7,3 | 1 | 9,4 | 1 |
| SPD | 2,9 | – | 7,5 | 1 |
| Gesamt | 100 | 12 | 100 | 12 |
| Wahlbeteiligung | 69,6 % | 69,6 % | 70,0 % | 70,0 % |

BĂŒrgermeister

Franz Halmich (FWG) wurde nach zwei Amtszeiten (2010–2020) abgewĂ€hlt, sein Nachfolger im Amt des BĂŒrgermeisters wurde ohne Stichwahl bereits nach dem ersten Wahlgang der Verwaltungsfachwirt Michael Ernst (BL).cite-ref-32[32]

Wahlkreise

Marktschellenberg gehört zum Bundestagswahlkreis Traunstein und zum Stimmkreis Berchtesgadener Land fĂŒr Landtags- und Bezirkstagswahlen.

Wappen

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Siehe auch

:

Liste der BaudenkmÀler in Marktschellenberg

SakralgebÀude

‱ Die Wallfahrtskirche MariĂ€ Heimsuchung auf einem Hochplateau in Ettenberg wurde zwischen 1723 und 1727 errichtet.
‱ Die Pfarrkirche St. Nikolaus mit dem Schutzpatron der Salzschiffer wurde etwa 1407 (noch ohne Turm) errichtet und 1870/71 nach BaufĂ€lligkeit im neugotischen Stil neugebaut. Der von dem ReichsprĂ€laten und Stiftspropst Gregor Rainer (1508–1522) vermutlich 1511 an die Kirche angefĂŒgte Turm blieb erhalten.

ProfangebÀude

‱ KugelmĂŒhle Marktschellenberg bzw. Untersberger MarmorkugelmĂŒhlen – die letzten ihrer Art in Deutschland
‱ Schellenberger Turm an der Grenze zu Österreich

Naturschönheiten

‱ Schellenberger Eishöhle – sie wurde bereits am 2. August 1925 nach freiwilligen bzw. ehrenamtlichen Erschließungsarbeiten offiziell als Schauhöhle eröffnet.
‱ Almbachklamm – beginnt an der KugelmĂŒhle und ist auf einem Steg begehbar

Kulturelle Traditionen

‱ Schellenberger Kirchtag (Schellenberger Dult), alljĂ€hrlicher Jahrmarkt am Wochenende nach dem 4. Juli (Ulrichstag)

‱ Schellenberger WeihnachtsschĂŒtzen – WeihnachtsschĂŒtzenvereine wurden 1911 in Ettenberg und 1929 in Götschen gegrĂŒndet – beide Vereine gehören den Vereinigten WeihnachtsschĂŒtzen des Berchtesgadener Landes an.cite-ref-hs-512-34-0[34]

‱ Bauernmarkt

Wirtschaft und Infrastruktur

Tourismus

Die Gemeinde ist mit Sitz und Stimme im Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden vertreten.

AnsÀssige Unternehmen

‱ psm protech GmbH & Co. KG (Feinmechanik)

Verkehr

Verkehrstechnisch ist Marktschellenberg nur per Auto oder RVO-Bus erreichbar. Zwar war der Ort ab 1907 durch die Lokalbahn Berchtesgaden–Hangender Stein an das Eisenbahnnetz angeschlossen, diese wurde aber 1938 aufgrund eines sogenannten „FĂŒhrerbefehls“ stillgelegt.

Durch Marktschellenberg fĂŒhrt die Bundesstraße 305, die Berchtesgaden mit Salzburg verbindet. Nördlich des Ortes befand sich an der B 305 bis zum Wegfall der Grenzkontrollen der GrenzĂŒbergang Hangendenstein.

Öffentliche Einrichtungen

Friedhof

→

Hauptartikel

:

Friedhof (Marktschellenberg)

Der Friedhof der Gemeinde ist in der Tiefenbachstraße 10 in 83487 Marktschellenberg, die fĂŒr ihn zustĂ€ndige Friedhofsverwaltung im Marktschellenberger Rathaus.cite-ref-35[35]

Freibad Marktschellenberg

Bereits seit Anfang der 1920ercite-ref-36[36] gab es in der damals als Schellenberg bezeichneten Gemeinde ein Freibad, womöglich an gleicher Stelle wie das jetzige Freibad oder zumindest nicht weit davon entfernt, da alte Aufnahmen ebenfalls die Berchtesgadener Ache im Hintergrund zeigen – allerdings ist derzeit noch unbekannt, wann genau es eingerichtet wurde.cite-ref-ah-17-37-0[37] Andererseits wurde laut A. Helm bereits 1911 an der Ache „kurz oberhalb Schellenberg an der alten Straße nach Berchtesgaden“ ein Flussbad eingerichtet – angesichts der beschriebenen Lage scheint es jedoch nicht mit dem oben erwĂ€hnten Freibad identisch zu sein, das (siehe nebenstehende Abbildung von 1936) neben und nicht innerhalb der Ache lag.cite-ref-ah-17-37-1[37]

Das jetzige Freibad Marktschellenberg (Postanschrift: Alte Berchtesgadener Straße 37, 83487 Marktschellenberg) wurde von der Gemeinde 1979 bis 1980 mit einer finanziellen Beteiligung von 150.000 DM des Fremdenverkehrsverbands Berchtesgadener Land (heute: Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden) erbaut und ab 1981 an den Verband ĂŒbertragen.cite-ref-hs-150-38-0[38] Im ersten Betriebsjahr hatte das Bad 9.926 Besucher,cite-ref-hs-150-38-1[38] aber je nach Wetterlage können sich im Bad inzwischen tĂ€glich bis zu 500 Besucher aufhalten.cite-ref-baz-39-0[39] Inzwischen ist die Gemeinde Marktschellenberg aber wieder alleiniger Betreibercite-ref-ms-40-0[40] und Investor des Freibads,cite-ref-baz-39-1[39]cite-ref-41[41] und nutzt nur noch sehr bedingt Möglichkeiten der Bewerbung durch den Zweckverband.

Das vergleichsweise kleine, aber beheizte Freibad hat ein grĂ¶ĂŸeres Becken, das in einen Schwimmer- und einen Nichtschwimmerbereich mit Wasserrutsche unterteilt ist, sowie ein kleines Kinderbecken. DarĂŒber hinaus bietet es eine Liegewiese und einen Kiosk fĂŒr Erfrischungen. Letzte Neuerung ist die Einrichtung eines kostenlosen WLANs fĂŒr Besucher des Freibades.cite-ref-ms-40-1[40] Das Badewasser kann mit einer Gas- oder mit einer Solarheizung erwĂ€rmt werden, in der Regel wird aber „hauptsĂ€chlich mit Solar“ geheizt.cite-ref-baz-39-2[39] Lediglich, wenn sich das Wasser auf weniger als 18 Grad abkĂŒhlt, kommt die Gasheizung zum Einsatz, und bei anhaltend schlechtem Wetter wird das Wasser gar nicht beheizt, um Energie zu sparen.cite-ref-baz-39-3[39] Die Gemeinde Marktschellenberg bietet auch ein sogenanntes Kombi-Ticket an, das gegen einen vergleichsweise geringen Aufpreis fĂŒr den Eintritt ins Freibad auch den Eintritt in die benachbarte, ebenfalls von der Gemeinde unterhaltene Almbachklamm gewĂ€hrt.cite-ref-ms-40-2[40]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter

‱ Karl Bartos (* 1952), Musiker und Songwriter (ehemaliges Bandmitglied von Kraftwerk)
‱ Rupprecht Mayer (* 1946), literarischer Übersetzer und Schriftsteller.
‱ Franz Dufter (* 1962), Rennfahrer

EhrenbĂŒrger

‱ Ludwig Bogner, ehem. BĂŒrgermeister
‱ Anton Gadringer, ehem. BĂŒrgermeister
‱ Stefan Imhof (1870–1963), Obermedizinalrat und BĂŒrgermeister von Marktschellenberg (1899–1914) und spĂ€ter von Berchtesgaden (1946–1960), mehrfach ausgezeichnet als seinerzeit Ă€ltester amtierender BĂŒrgermeister in der Bundesrepublik Deutschland
‱ Alfons Kandler, ehem. BĂŒrgermeister, 2009 ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klassecite-ref-42[42]
‱ Benno Utzmeier, Pfarrer

Prominente BĂŒrger

‱ Hans Conrad Fischer (1926–2017), Regisseur und Filmproduzent, das ElektrizitĂ€tswerk in Marktschellenberg gehört nach wie vor zu dessen Familienbesitz
‱ Andreas Graitl (* 1984), ehemaliger Rennrodler, lebt in Marktschellenberg
‱ Herbert Gruhl (1921–1993), Umweltpolitiker (CDU, GrĂŒne, ÖDP) und Autor, verbrachte seine letzten Lebensjahre in Marktschellenbergcite-ref-43[43]
‱ Steffen Rothacker (* 1987), frĂŒherer deutscher Skeletonsportler, lebt in Marktschellenberg
‱ Monika Springl (* 1987), SkirennlĂ€uferin und in Marktschellenberg aufgewachsen

Literatur

‱ A. Helm, Hellmut Schöner (Hrsg.): Das Berchtesgadener Land im Wandel der Zeit. Reprint von 1929. Verein fĂŒr Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, MĂŒnchen 1973, S. 17 und 293–302.
‱ Hellmut Schöner (Hrsg.): Das Berchtesgadener Land im Wandel der Zeit. ErgĂ€nzungsband I, Verein fĂŒr Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes, Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, MĂŒnchen 1982, ISBN 3-87490-528-4, S. 150 und 250–266.

Weblinks

Commons

: Marktschellenberg

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Offizielle Website der Gemeinde
‱ Marktschellenberg: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes fĂŒr Statistik
‱ Marktschellenberg in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 6. Mai 2023.

Einzelnachweise

cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-by-11. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2024. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern – Basis: Zensus 2022. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt fĂŒr Statistik, Juni 2025, abgerufen am 15. August 2025 (Hilfe dazu).
cite-note-22. ↑ Markt Berchtesgaden – FlĂ€chennutzungsplan mit Landschaftsplanung, Kapitel: 2.6 Schutzgut Landschaft; Umweltberichte vom 6. MĂ€rz 2014 bis 6. MĂ€rz 2016, PDF-Datei, S. 16 von 48 Seiten, online unter gemeinde.berchtesgaden.de.
cite-note-33. ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, MĂŒnchen 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 4734.
cite-note-44. ↑ Marktschellenberg: Gemeinde → Geschichte Abgerufen am 9. Juli 2011.
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cite-note-kampfhammer-1919. ↑ Dito: Gebrauch des Begriffs Berchtesgadener Land – „Das Berchtesgadener Land (lassen wir uns durch die irritierende Landkreisbezeichnung im Zug der Gebietsreform nicht verunsichern!) ist die Bezeichnung des Territoriums des ehemaligen Hochstiftes Berchtesgaden. Der Gebietsumfang des Territoriums ist deshalb exakt zu bestimmen.“ – GĂŒnter Kampfhammer: Gebietsnamen in Bayern S. 621; in Dieter Harmening, Erich Wimmer, Wolfgang BrĂŒckner (Hrsg.): Volkskultur, Geschichte, Region: Festschrift fĂŒr Wolfgang BrĂŒckner zum 60. Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg 1992.
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cite-note-2121. ↑ Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – ErgĂ€nzungsband I. S. 18 Das Berchtesgadener Land umfasst laut Schöner in „seinen historischen Grenzen Schellenberg bis Hallthurm, Schwarzbachwald und Hirschbichl“ beziehungsweise analog zum Berchtesgadener Talkessel lediglich den sĂŒdlichen Teil des Landkreises mit den Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Schönau am Königssee, Marktschellenberg und Ramsau bei Berchtesgaden, die zusammen, seinerzeit aufgespalten in kleinteiligere Gnotschaften, das Kerngebiet des erst von Stiftspröpsten und zuletzt von FĂŒrstpröpsten regierten Landes Berchtesgaden bzw. Berchtesgadener Landes bildeten.
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